So schreibst du einen überzeugenden CV
Ein Videomaker-CV funktioniert, wenn er zeigt: Qualität (Showreel), End-to-End-Kompetenz und die Fähigkeit, zuverlässig und skalierbar zu produzieren.
Erste Seite: Was in 10 Sekunden klar sein muss
Operative Signale statt Adjektive.
- Rolle & Fokus: Videomaker/Editor, Social/Ads, Corporate, Events, Produkt.
- Showreel-Link sehr sichtbar + Portfolio/Case Studies.
- Tools: Premiere/Resolve, After Effects (wenn genutzt), Audio und Workflow.
- Outputs: Short Form, Long Form, Multi-Format-Varianten und schnelle Deliveries.
Schreiben: klare, überprüfbare Bullet Points
Beschreibe, was du tust und wie - mit Prozess und Deliverables.
- Action-Verben: produziert, gedreht, geschnitten, optimiert, ausgeliefert, standardisiert.
- Workflows: Shotlists, Light/Audio-Setup, Proxies, Color, Export, Versioning.
- Zahlen: nur wenn real (Videos/Monat, Durchlaufzeiten, Formate).
ATS-Keywords (ohne Übertreibung)
Keywords aligned mit Job Descriptions und echter Erfahrung.
- "Videoproduktion", "Video Editing", "Color Correction/Grading", "Audio (basic)"
- "Short-form", "Paid Ads Creatives", "YouTube/Corporate Video"
- "Premiere Pro", "DaVinci Resolve", "After Effects", "Subtitling"
- "Workflow", "Versioning", "Export Settings", "Asset Delivery"
Showreel, Portfolio und Case Studies
Der CV öffnet die Tür - das Showreel überzeugt: klar, kurz und sauber kuratiert.
Was enthalten sein sollte (Minimum)
Wenige starke Beispiele > viele mittelmäßige.
- Showreel 45-90s mit den besten Shots (Hook in den ersten 5-10 Sekunden).
- 1 Social/Ads-Case (Varianten), 1 Corporate/Interview, 1 Produkt/Tutorial (falls relevant).
- Pro Case: Kontext → Ziel → deine Rolle → Output → (wenn möglich) Ergebnis.
- Funktionierende Links und mobile-optimierte Darstellung.
Typische Fehler vermeiden
Sie kosten schnell Glaubwürdigkeit.
- Zu langes Showreel oder ohne Fokus (wild gemischte Styles).
- Unklare Rolle (Dreh? Schnitt? Motion? Audio?).
- Schwaches Audio, zu starke Kompression, unlesbare Titles auf Mobile.
- Ungeordnetes Portfolio oder veraltete Links.
Professionelles Profil
3-5 Zeilen: was du machst, in welchen Kontexten und deine Stärken.
Empfohlene Struktur
Eine einfache Formel, die fast immer funktioniert.
- Rolle + Jahre + Kontext (Brand/Marketing/Agentur).
- Outputs (Social/Ads, Corporate, Tutorials, Events).
- 1-2 Differenzierungsmerkmale: Full-Setup (Audio/Licht), Color/Audio, Basic Motion, Multi-Format.
- Konkrete Soft Skill: Deadline-Handling, Kollaboration, Production-Reliability.
Fertige Beispiele (anpassen)
Glaubwürdig und ATS-friendly.
- "Videomaker mit 6+ Jahren Erfahrung in Produktion und Schnitt für Marketing und Brand. Ich manage End-to-End-Workflows (Briefing, Dreh mit Audio/Licht, Schnitt, Color und Delivery) und optimiere Social/Ads Content in Multi-Formaten. Gewohnt an cross-funktionale Teams und enge Deadlines."
- "Editor/Videomaker mit Performance-Fokus: Short-form für Paid Campaigns, Tutorials und Corporate Videos. Erfahrung mit Premiere/Resolve und Basic Motion in After Effects, mit sauberen technischen Deliveries (Codecs, Versioning, Untertitel) und schnellen Iterationen auf Basis von Feedback."
Berufserfahrung
Hier sieht man Seniorität: Produktion, Workflow, Kollaboration und Delivery-Qualität.
Format der Einträge
Einfach und konsistent lesbar.
- Zeitraum (MM/YYYY-MM/YYYY)
- Rolle, Unternehmen und Kontext (in-house/Agentur/Freelance)
- 6-12 Bullets: Pre-Prod → Dreh → Post → Delivery → Iteration
- Tools nur nennen, wenn wirklich genutzt und relevant
Was in die Bullets gehört
Decke den gesamten Zyklus ab: Konzept → Produktion → Lieferung.
- Pre-Production: Skripte, Storyboards, Shotlists, Planung.
- Dreh: Light/Audio-Setup, Set-Management, Interview-Regie, B-Roll.
- Post: Schnitt, Color, Audio, Basic Motion, Untertitel.
- Multi-Format: 9:16/1:1/16:9 pro Plattform.
- Delivery: Exports, Naming/Versioning, saubere Asset-Packs.
Kreativer Prozess und Workflow
Prozess zeigen = Zuverlässigkeit: nicht nur „schön“, sondern reproduzierbar.
Ein einfacher Prozess (der wirklich funktioniert)
Anpassbar an Teams und Projekte.
- Briefing → Ziele, Kanal, Zielgruppe, Message, Constraints.
- Konzept → Skript/Struktur, Storyboard, Referenzen und Tonalität.
- Pre-Prod → Shotlist, Locations/Props, Planung, Crew, Equipment.
- Prod → Dreh, Audio, Licht, Set-QA und Backups.
- Post → Selects, Schnitt, Color, Audio, Motion, Untertitel.
- Delivery → Exports pro Plattform, Versioning, Handoff und Archiv.
- Iteration → Feedback, Revisionen, Update von Templates/Presets.
Tools und Stack (Video)
Tools zeigen Operativität - richtig nennen hilft.
Was du nennen kannst (wenn du es wirklich nutzt)
Besser Nutzung beschreiben als nur aufzählen.
- Editing: Premiere Pro / DaVinci Resolve (Timelines, Proxies, Export).
- Color: Resolve (Correction + Basic/Intermediate Grading) und Matching.
- Motion: After Effects (Titles, Lower Thirds, Callouts, Templates).
- Audio: Cleanup und Basic Mix (dedizierte Tools oder NLE-Workflow).
- Dreh: Lavalier/Boom, Lights, Gimbal/Tripod (falls relevant).
- Organisation: Shared Drives, Naming, Versioning und Backups.
Kennzahlen und Ergebnisse (falls verfügbar)
Video-KPIs hängen vom Kanal ab: nur glaubwürdige, kontextualisierte Metriken verwenden.
Beispiele nutzbarer Indikatoren
Nur auswählen, was du vertreten kannst.
- Output: Anzahl Videos/Varianten pro Kampagne oder Monat (wenn real).
- Speed: reduzierte Durchlaufzeiten dank Templates und Presets (intern gemessen).
- Performance: VTR/CTR/CPA nur wenn offiziell geteilt und klar auf Creatives bezogen.
- Qualität: weniger Review-Runden durch bessere Briefings und Set-QA.
So integrierst du sie ohne Zahlen zu erfinden
Wenn keine Metriken vorhanden sind, beschreibe Beiträge und Prozesse.
- "Ich habe Templates und Export-Presets standardisiert, um Multi-Format-Deliveries zu beschleunigen und Fehler zu reduzieren."
- "Ich habe Creative-Tests mit modularen Varianten und sauberem Versioning unterstützt, um schnelle Iterationen zu ermöglichen."
Ausbildung
Für Videomaker zählen Showreel und Skills stärker: nenne das Wesentliche und relevante Kurse.
Abschluss
Diplom/Studium und Institution angeben. Wenn hilfreich: Bereich (Film, Kommunikation, Medien).
Nützliche Kurse (wenn real)
Wenige gezielte Kurse sind besser als eine lange Liste.
- Advanced Editing und Storytelling (Short/Long Form).
- Color (Resolve) und professionelle Workflows.
- Audio für Video (Capture und Post).
- Basic Motion (AE) und Template-Systeme.
Fachliche und soziale Kompetenzen
2026 unterscheiden: Qualität, Geschwindigkeit, Organisation und Zusammenarbeit.
Hard skills
Operative Skills, die Recruiter erwarten.
- End-to-End-Produktion und vollständiges Dreh-Setup (Audio/Licht).
- Schnitt, Color und Basic Audio mit sauberen technischen Deliveries.
- Plattform- und Format-Optimierung (Social/Ads/YouTube/Landing).
- Basic Motion und Untertitel/Accessibility.
Soft skills
An den Kontext koppeln (keine generischen Adjektive).
- Deadline-Management: schnelle Deliveries ohne Qualitätsverlust.
- Kommunikation: Alignment mit Marketing/Copy/Design in Briefings und Reviews.
- Detailorientierung: QA für Audio, Color und Exports.
- Teamwork: Zusammenarbeit in Dreh und Post mit mehreren Stakeholdern.
Sprachen
Reale Levels und professioneller Einsatz (Briefings, Calls, Feedback, Kunden).
So gibst du sie glaubwürdig an
Realistisches Level + praktische Notiz.
- Englisch B2: operative Briefings und Kommunikation mit internationalen Teams/Kunden (wenn zutreffend).
- Einsatz: Skript-Review, Präsentationen, Feedback und Deliveries (falls relevant).
Zertifikate und Kurse
Nur wirklich relevante und erkennbare Qualifikationen auswählen.
Was hervorheben
Nach Relevanz und Aktualität ordnen.
- Editing-Kurse (Premiere/Resolve) und Storytelling.
- Color und professionelle Workflows.
- Audio für Video und Sound Capture.
- Basic Motion (AE) und Template-Systeme.