Lebenslauf-Checkliste: 30 Punkte, die du vor dem Absenden prüfen solltest

Die vollständige Checkliste für jede Bewerbung: Inhalt, Schlüsselwörter, Format, Datei, Kontaktdaten, Anschreiben und Versand. Dreißig schnelle Prüfungen gegen die Fehler, an denen Bewerbungen scheitern.

Warum du eine Checkliste brauchst

Du hast Stunden in deinen Lebenslauf gesteckt und willst ihn sofort abschicken. Doch die Fehler, an denen Bewerbungen scheitern, sind oft die banalsten: eine falsche Telefonnummer, der Name des vorherigen Unternehmens im Anschreiben, ein PDF, das auf dem Handy des Recruiters falsch angezeigt wird.

Diese Checkliste kostet dich 10–15 Minuten. Nutze sie vor jeder wichtigen Bewerbung: Manche Punkte prüfst du nur einmal, andere ändern sich mit jeder Anzeige.

1. Inhalt und Relevanz

  1. Passt der Titel unter deinem Namen zur Stelle, auf die du dich bewirbst? („Finanzbuchhalterin“, nicht nur „Lebenslauf“.)
  2. Erklärt das Kurzprofil in 3–4 Zeilen, wer du bist, was du kannst und was du suchst – mit mindestens einem konkreten Fakt?
  3. Ist die Berufserfahrung umgekehrt chronologisch, die aktuellste Station zuerst?
  4. Hat jede Station mindestens ein Ergebnis oder ein konkretes Detail (Zahlen, Mengen, Verantwortung) statt nur einer Aufgabenliste?
  5. Sind die für diese Anzeige relevantesten Stationen gut sichtbar und ausführlicher beschrieben?
  6. Hast du entfernt, was für diese Stelle nicht zählt (sehr alte, fachfremde Stationen, irrelevante Kurse, allgemeine Hobbys)?
  7. Haben längere Lücken eine kurze Erklärung?
  8. Ist alles wahr, und könntest du im Gespräch mit Beispielen darüber sprechen?

2. Schlüsselwörter und Anzeige

  1. Hast du die Anzeige noch einmal gelesen und die wichtigsten Anforderungen markiert?
  2. Stehen die geforderten Kenntnisse, die du hast, mit denselben Begriffen wie in der Anzeige im Lebenslauf?
  3. Sind Abkürzungen und ausgeschriebene Formen mindestens einmal enthalten („Customer Relationship Management (CRM)“)?
  4. Sind deine Fachkenntnisse konkret (Software, Tools, Zertifikate) statt allgemein („EDV-Kenntnisse“, „MS Office“ ohne Details)?

3. Form und Korrektheit

  1. Keine Rechtschreibfehler: Hast du eine Rechtschreibprüfung genutzt und laut gelesen?
  2. Hat eine andere Person den Lebenslauf gelesen? Nach Stunden mit demselben Text werden Fehler unsichtbar.
  3. Daten in einem einheitlichen Format (z. B. „03/2023 – 06/2025“) im ganzen Dokument?
  4. Einheitliche Zeichensetzung in den Stichpunkten (alle mit oder alle ohne Punkt)?
  5. Einheitlicher Stil: entweder durchgehend Nominalstil („Betreuung von …“) oder durchgehend Verben?
  6. Sind Namen von Unternehmen, Hochschulen und Software korrekt geschrieben?

4. Layout und Lesbarkeit

  1. Passende Länge: eine Seite für Junior-Profile, höchstens zwei für erfahrene?
  2. Gut lesbare Schrift (10–12 pt für Fließtext), im ganzen Dokument gleich?
  3. Gleichmäßige Abstände und Ränder, keine zu dichten Textblöcke?
  4. Keine Balken, Sterne oder Prozentwerte zur Bewertung von Kenntnissen?
  5. Auch in Schwarz-Weiß und auf kleinen Bildschirmen lesbar? Viele Recruiter öffnen Lebensläufe auf dem Handy.

5. Kontaktdaten und persönliche Angaben

  1. Richtige Telefonnummer, mit Ländervorwahl bei Bewerbungen im Ausland?
  2. Seriöse E-Mail-Adresse (vorname.nachname@...), die funktioniert?
  3. Links zu LinkedIn, Xing und Portfolio funktionsfähig, öffentlich, aktuell und passend zum Lebenslauf (gleiche Daten und Positionen)?
  4. Keine unnötigen oder sensiblen Angaben (Religion, Gesundheit, Familienstand, Kinder)?

6. Datei und Versand

  1. Ein PDF mit markierbarem Text, sofern nicht anders gewünscht? Mach den Test: Kopiere den gesamten Text aus dem PDF in einen Editor. Erscheint er geordnet, liest ihn auch Bewerbermanagement-Software korrekt.
  2. Ein professioneller Dateiname: „Vorname_Nachname_Lebenslauf.pdf“, nicht „Lebenslauf_final_v3.pdf“?
  3. Hast du die Vorgaben der Anzeige befolgt: gewünschtes Format, Kennziffer im Betreff, beizufügende Unterlagen (z. B. Zeugnisse), Frist?

Wenn du auch ein Anschreiben hast

  • Stimmen Firmenname und Ansprechperson (und nicht die aus der letzten Bewerbung)?
  • Ist die genannte Stelle die richtige?
  • Gibt es mindestens einen konkreten Bezug zum Unternehmen und ein konkretes Ergebnis von dir?
  • Passt es auf eine Seite und ist es optisch stimmig zum Lebenslauf?

Wenn du per E-Mail versendest

  • Klarer Betreff: „Bewerbung als [Position] – [Vorname Nachname]“ oder die Kennziffer der Anzeige.
  • Kurzer, höflicher Mailtext mit Anrede, Stelle, Hinweis auf die Anhänge und Signatur mit Kontaktdaten.
  • Anhänge tatsächlich angehängt (das wird öfter vergessen, als man denkt) und am besten in einer PDF-Datei zusammengefasst, wenn die Anzeige nichts anderes verlangt.
  • Testversand an dich selbst: Öffnet sich alles korrekt am Computer und auf dem Handy?

Wenn du dich über ein Portal bewirbst

  • Hast du auch die Formularfelder ausgefüllt und geprüft, ob die automatisch aus dem Lebenslauf übernommenen Daten stimmen?
  • Sind K.-o.-Fragen aufmerksam und ehrlich beantwortet?
  • Hast du eine Kopie der Anzeige gespeichert? Sie verschwindet oft nach Ablauf der Frist, aber du brauchst sie für die Vorbereitung aufs Gespräch.

Nach dem Versand

  • Dokumentiere die Bewerbung: Unternehmen, Stelle, Datum, gesendete Version des Lebenslaufs, ggf. Ansprechperson. Eine einfache Tabelle genügt.
  • Aktualisiere LinkedIn oder Xing, wenn du den Lebenslauf verbessert hast.
  • Bereite das Gespräch jetzt schon vor: Lies die Anzeige noch einmal und überlege dir für jede Anforderung ein konkretes Beispiel.
  • Nachfassen: Hast du nach 2–3 Wochen nichts gehört und eine direkte Ansprechperson, ist eine kurze, höfliche Nachfrage angemessen.

Die 5 Punkte, die du nie überspringen solltest

Wenn du wenig Zeit hast, prüfe mindestens diese:

  1. Telefonnummer und E-Mail.
  2. Firmenname und Stelle (im Lebenslauf, im Anschreiben und im Betreff).
  3. Rechtschreibung im Kurzprofil und in der ersten Station.
  4. Das PDF öffnet sich und der Text ist markierbar.
  5. Die wichtigsten Kenntnisse aus der Anzeige stehen im Lebenslauf.

Mit WizardsCV siehst du deinen Lebenslauf beim Ausfüllen in einer Live-Vorschau – so prüfst du Länge und Layout, bevor du das PDF kostenlos und ohne Registrierung herunterlädst.

Häufige Fragen

Was sollte ich vor dem Absenden eines Lebenslaufs prüfen?

Korrekte Kontaktdaten, keine Fehler, Relevanz für die Anzeige (Schlüsselwörter und Ergebnisse), passende Länge, ein PDF mit markierbarem Text und ein professioneller Dateiname. Bei einem Anschreiben zusätzlich Firmenname und Ansprechperson.

Wie prüfe ich, ob mein Lebenslauf ATS-lesbar ist?

Öffne das PDF, markiere und kopiere den gesamten Text und füge ihn in einen Editor ein. Ist der Text vollständig und logisch geordnet, liest die meiste Bewerbermanagement-Software deinen Lebenslauf korrekt.

Wann darf ich nachfassen?

Nennt die Anzeige keinen Zeitraum, in der Regel nach 2–3 Wochen. Wurde dir ein Termin für die Rückmeldung genannt, warte ab, bis er verstrichen ist.

Willst du noch einmal von vorn nachlesen, wie ein überzeugender Lebenslauf 2026 aussieht? Hier klicken